Presseberichten zufolge plant die US-Administration den Abzug von etwa 5.000 US-Soldatinnen und Soldaten aus Vilseck in der Oberpfalz. Dies stellt die Region vor große Herausforderungen, zu denen sich die SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Carolin Wagner und David Mandrella wie folgt äußern:
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Carolin Wagner steht seit Bekanntwerden der Abzugspläne in engem Austausch mit Betriebsrätinnen und Gewerkschaftsvertreten der deutschen Zivilbeschäftigten der US-Armee in der Oberpfalz: „Es ist eine große Verunsicherung spürbar, besonders weil es bislang keine offiziellen Bestätigungen von US-Seite gibt. Präsident Trump sollte sich bewusst machen, dass die US-Stützpunkte in Bayern in Gänze auch US-amerikanischen Sicherheitsbedürfnissen dienen.
Sollten die Berichte schließlich zutreffen, müssen wir diese Veränderung vor Ort proaktiv nutzen und gestalten. Der Bund plant den Aufwuchs der Reserve für die Bundeswehr und braucht hierfür in erster Linie Übungsmöglichkeiten. Die US-Truppenübungsplätze in Vilseck und Hohenfels bieten sich dafür geradezu an. Gleichzeitig haben wir mit Weiden und Pfreimd Heeresstandorte, wo die Reservistinnen und Reservisten während ihrer Übungen stationiert werden könnten. Das wird einen Haufen Arbeit bedeuten und da sehe ich beste Chancen, die Menschen zu beschäftigten, deren Stellen in Vilseck bei einem US-Truppenabzug in Gefahr sind.“
Schließlich nimmt die SPD-Landesgruppenvorsitzende Dr. Wagner auch den Freistaat in die Pflicht: „Ein Abzug von 5.000 Kräften mit ihren Familien aus Vilseck wird die Region spürbar treffen. Stadt und Landkreis brauchen ein überjähriges Förderprogramm über wenige Millionen Euro, um dem Strukturwandel zu begegnen und insbesondere bei der Verwertung freigewordenen Wohnraums zu unterstützen.“
Der Bundestagsabgeordnete für Vilseck und den Landkreis Amberg-Sulzbach David Mandrella ergänzt: „Die enge Verbindung zwischen der US-Army und den Menschen im Landkreis Amberg-Sulzbach geht weit über militärische Fragen hinaus. Arbeitsplätze, die Wirtschaft vor Ort und persönliche Beziehungen hängen an dem Standort in Vilseck. Ein Abzug würde die Region spürbar treffen. Ich verfolge die Entwicklungen genau und bin dazu in engem Austausch mit den verantwortlichen Politikern in Berlin. Ich setze mich dafür ein, dass die Interessen der Menschen vor Ort nicht unter die Räder geraten, egal wie die Entscheidung in Washington am Ende ausfällt.“