Proteste sind richtig - Hebammen brauchen mehr Unterstützung

Portrait Graf

Mittwoch, 5. Mai 2010

Ich fordere Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler dazu auf, sich bei den Krankenkassen für eine bessere Entlohnung der Hebammen einzusetzen. Auch wenn die Vergütungsregelungen die Sache der Selbstverwaltung sind, brauchen die Hebammen politische Unterstützung. Wenn die Honorare von Ärzten steigen, dann dürfen die der Hebammen nicht außen vor bleiben. Es geht dabei auch darum, dass werdende Mütter weiterhin eine freie Wahl haben müssen, ob sie zum Beispiel eine Hausgeburt oder eine Geburt im Krankenhaus wollen. Die Hebammen sind insofern die Garantie für die Wahlfreiheit. Höchstes Gut ist und bleibt dabei die Qualität der Versorgung.

Ich bin mir sicher, dass die Hebammen sehr verantwortungsvoll arbeiten und zum Beispiel bei Risikogeburten die Frauen richtig beraten und im Zweifelsfall in die dann notwendige ärztliche Betreuung verweisen. Wenn Ärzte sich wegen der Kosten immer mehr aus der Geburtshilfe zurückziehen und die Schadensansprüche sich stets erhöhen, müssen sämtliche Akteure an einen runden Tisch und neue Lösungen gesucht werden. Mit den steigenden Berufshaftpflichtversicherungen und den veränderten Bedingungen dürfen Hebammen nicht allein gelassen werden. Wir brauchen die wertvolle Beratungsarbeit und Fachkenntnis für diese verantwortungsvolle Arbeit vor und nach der Geburt von Kindern.“

Für weitere Informationen: Angelika Graf, MdB, Deutscher Bundestag Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Tel. (030)227-77313 Fax (030)227-76792

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Auf dem 2. Fachforum zum Thema „Gute Arbeit“ am 24. April 2012 in Berlin wurde das Ausmaß des Niedriglohnsektors, seine Struktur und Entstehung beleuchtet. Es wurde aber nicht nur erläutert, wo und in welchem Umfang Menschen zu Löhnen unterhalb der Niedriglohnschwelle arbeiten, wir konnten auch einen Blick werfen auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und das Schicksal Einzelner sowie mögliche Auswege diskutieren.

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