Petra Ernstberger: Hochfranken außen vor als Modellstadt für Elektromobilität

Donnerstag, 26. August 2010

Die Region Hochfranken wird nicht Standort einer Modellstadt für Elektromobilität. Dies geht aus einem Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie an die hochfränkische Bundestagsabgeordnete Petra Ernstberger (SPD) hervor. Die Staatsregierung setzt vielmehr auf die Städte Bad Neustadt a. d. Saale im Landkreis Rhön-Grabfeld und Garmisch-Partenkirchen in den bayerischen Alpen als Standorte zur Erprobung und Einführung der Zukunftstechnologie. Zudem werde laut Staatsministerium derzeit noch geprüft, ob im Bayerischen Wald eine Modellregion eingerichtet wird.

Ernstberger, die sich für Hochfranken als Modellstandort eingesetzt hat, zeigt sich entsprechend enttäuscht von der klaren Absage der Staatsregierung. "Erneut wurde in München eine sehr gute Chance vertan, unsere Region mit einem Zukunftsthema zu fördern. Wir bleiben erneut außen vor, wenn in Bayern eine vielversprechende Technologie zur Anwendung kommt." Kritik äußert die Bundestagsabgeordnete zudem am Auswahlverfahren, da die Staatsregierung auf klare Vergabekriterien verzichtete. So wurde Bad Neustadt a. d. Saale vielmehr im Rahmen einer "Grundsatzentscheidung aus strukturpolitischen Erwägungen ausgewählt", schreibt das Wirtschaftsministerium.

"Die besondere Kompetenz unserer Region in Sachen Automobiltechnik fand offensichtlich keinerlei Berücksichtigung, ebenso wenig die trukturellen Defizite, die nach wie vor auch bei uns existieren", moniert deshalb Ernstberger. Garmisch-Partenkirchen erhielt wegen seiner Olympiakandidatur den Zuschlag als Modellstandort. Dort soll das Thema Elektromobilität in das Nachhaltigkeitskonzept der Bewerbung einfließen.

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