Bayern in sozialer Ungerechtigkeit Spitzenreiter

Portrait Schieder

Montag, 28. Juni 2010

MdB Marianne Schieder kritisiert mangelnde Investitionen für frühkindliche Bildung: Wieder einmal zeigt Bayern, dass soziale Gerechtigkeit ganz hinten ansteht, kritisiert die bildungspolitische Sprecherin der SPD Landesgruppe Bayern im Deutschen Bundestag, Marianne Schieder. Sie verweist dabei auf den erstmals erstellten Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2010 der Bertelsmann Stiftung.

Daraus geht hervor, dass Bayern mit anderen schwarz-gelb geführten Bundesländern das Schlusslicht bei den Investitionen für frühkindliche Bildung bildet. Während Berlin durchschnittlich 4.150 Euro für jedes Kind unter sechs Jahren investiert, sind es in Bayern gerade mal 2.100 Euro. Lediglich Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist die Bildung kleiner Kinder noch weniger wert.

"Wer bei den Investitionen in die frühkindliche Bildung und Erziehung spart, zahlt in der Zukunft drauf“, stellt die Bundestagsabgeordnete der SPD klar. Langzeitstudien belegen den positiven Einfluss guter Kitas auf die Bildungschancen, insbesondere von benachteiligten Kindern. „Jeder investierte Cent nützt nicht nur dem einzelnen Kind, sondern der gesamten Volkswirtschaft“, so Marianne Schieder.

Angesichts der von der bayerischen Staatsregierung angekündigten Sparvorgaben für den anstehenden Haushalt ist zu befürchten, dass sich die Situation für das frühkindliche Bildungssystem weiter verschlechtern wird. „Dies wäre absolut fatal, da der Ländermonitor auch darlegt, dass die Nachfrage nach Betreuungsangeboten für Kleinkinder weiter steigen wird“, resümiert die SPD-Abgeordnete.

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