Martin Burkert: Für starke Schiene - neuer Bahnvorstand muss Vollgas geben

17. März 2017 | Verkehrspolitik

Martin Burkert, Nürnberger Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, zu den diesjährigen Investitionen in Bayerns Bahninfrastruktur:

Ich begrüße es, dass in diesem Jahr 1,15 Milliarden Euro für die Schiene in Bayern gibt. So werden 260 Kilometer Gleis und 255 Weichen erneuert. Endlich geht es auch bei der 2. Stammstrecke und der Flughafenanbindung voran. Es kommt zu Gleiserneuerungen zwischen Nürnberg – Nürnberg/Fischbach, dem Neubau von Brücken zwischen Augsburg und Nürnberg, neue Oberleitungen zwischen Rosenheim und Salzburg sowie moderne Stellwerke zwischen Würzburg und Nürnberg. Besonders freue ich mich ab Dezember auf die verkürzte Fahrzeit auf vier Stunden von Berlin nach München. Unter anderem erwarte ich von der DB, dass sie ihre Ankündigung einhält und die Reisenden auf betroffenen Strecken frühzeitig über Baustellenfahrpläne, Ersatzverkehre und Umleitungen informiert.

„Mehr Verkehr auf die Schiene“ fordert die SPD-Bundestagsfraktion. Wir haben von Seiten des Bundes schon eine Aufstockung der Mittel für die Schiene erreicht. Trotzdem brauchen wir für die Infrastruktur, für das Netz und die Bahnhöfe mehr Geld. An Bundesmitteln stehen zwischen 2015 bis 2019 etwa 3,5 Milliarden Euro allein für die bestehende Schieneninfrastruktur in Bayern zur Verfügung. In diesem Zeitraum plant die Bahn nicht nur die Erneuerung von 234 Brücken und rund 1.400 Kilometer Gleisen. Auch insgesamt über 1.500 Weichen sollen auf Vordermann gebracht werden.

Bahnchef Lutz wird nach seiner Bestellung Gelegenheit haben, im Verkehrsausschuss seine Vorstellungen darzustellen.