Wright: Bayern soll Umsattelprämie einführen

Foto Heidi Wright

Donnerstag, 23. April 2009

Mannheim hat als erste Stadt in Deutschland eine Prämie für den Kauf eines Fahrrads eingeführt. Die Aktion kommt sowohl der Zweiradindustrie als auch dem Klimaschutz zugute. Aus diesem Grund fordert die bayerische SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende, Heidi Wright, die Kommunen in Bayern auf, dem Beispiel Baden-Württembergs zu folgen.

Der Bund und der ADFC fördern seit Jahren den Radverkehr. Die Erfolge sind deutlich, das Fahrrad ist in Urlaub und Freizeit gefragt. „Radfahren ist gut für die Gesundheit, gleichzeitig ist das Rad ein umweltfreundliches Verkehrsmittel“, sagt Heidi Wright. Ideal sei eine Prämie von 200 Euro für den Kauf eines neuen Fahrrads, aber auch 50 Euro wie in Mannheim seien eine tolle Motivation, sich für den Fahrrad-Kauf zu entscheiden. „Bayern könnte mit einer Umsattelprämie wirtschafts- und verkehrspolitisch ein Zeichen für den Radverkehr setzen“, betont Heidi Wright.

Der ADFC engagiert sich seit Beginn der Debatte um die Abwrackprämie für einen Zuschuss von 200 Euro beim Kauf eines neuen Fahrrads oder Pedelecs. Pedelecs sind Fahrräder mit kleinem Elektromotor - geeignet für ältere Menschen oder für’s Radfahren in hügeligem Gelände. Das Fahrrad als Null-Emissions-Fahrzeug mit einer Kaufprämie zu unterstützen, hat der ADFC auf seiner Bundeshauptversammlung im November 2008 gefordert. Heidi Wright bekräftigte die Forderung auf der diesjährigen ADFC-Jahreshauptversammlung in Ingolstadt. „Ein entsprechendes Förderprogramm des Bundes könnte aus den Einnahmen durch den Handel mit Emissionszertifikaten finanziert werden“, so der Vorschlag von Heidi Wright.

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