Das Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ des Bundesverkehrsministeriums, ist in Bayern ein bedeutender Schwerpunkt in der Stadterneuerung geworden. Es wurde im Jahr 1999 mit dem Ziel gestartet, die Lebensbedingungen in benachteiligten Stadtteilen umfassend zu verbessern.
Die Finanzhilfen des Bundes zur Förderung von Maßnahmen der Sozialen Stadt werden für Investitionen in städtebauliche Maßnahmen zur Stabilisierung und Aufwertung von Gebieten eingesetzt, die auf Grund der Zusammensetzung und wirtschaftlichen Situation der darin lebenden und arbeitenden Menschen erheblich benachteiligt sind. Schwerpunkte sind die Integration im Quartier, Schule, Bildung und Sprache, Jugend, Qualifizierung und Sozialkompetenz, lokale Ökonomie, Gesundheit und Ernährung.
Das Programm Soziale Stadt umfasst im Freistaat Bayern 90 Fördergebiete in 72 Kommunen. Bund und Freistaat unterstützen dieses Jahr Projekte der Sozialen Stadt mit insgesamt 21,4 Millionen Euro. „Allein für Oberbayern werden den Programmkommunen finanzielle Mittel in Höhe von 7,14 Millionen Euro zugeteilt“, so der oberbayerische SPD-Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer.
Die Mittel der Sozialen Stadt fließen in diesem Jahr unter anderen nach Ingolstadt für 2,64 Millionen Euro mit den Maßnahmen im Piusviertel, Augustinviertel und Konradviertel, außerdem mit 1,38 Millionen Euro nach München-Milbertshofen, Mittlerer Ring Südost. „Das Investitionsvolumen in der Region dürfte ein Vielfaches von den bewilligten Mitteln betragen. Das bedeutet für die Menschen vor Ort, eine Chance auf mehr Lebensqualität durch eine verbesserte soziale und technische Infrastruktur“, so Schurer.