Agrarexpertin Marianne Schieder kritisiert Anbaugenehmigung für Genkartoffel
"Mit der Anbaugenehmigung der Genkartoffel Amflora durch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat die CSU wieder einmal bewiesen, wie unzuverlässig die Partei ist", kritisiert Marianne Schieder, agrarpolitische Sprecherin der Bayerischen SPD-Landesgruppe. Damit wird möglich, dass BASF in Mecklenburg-Vorpommern 20 Hektar der genetisch veränderten Kartoffel anbauen darf.
An dieser Entscheidung werden besonders deutlich, wie populistisch die CSU agiere. Das von Aigner vor zwei Wochen erteilte Anbauverbot des Genmaises MON810 war für Bayern relevant, da der Mais auch hier ausgesät werden sollte. Die aktuelle Anbaugenehmigung dagegen ist für den Freistaat irrelevant, da der Antrag nur für Mecklenburg-Vorpommern gestellt wurde. "Die CSU handelt einmal mehr nach dem Floriansprinzip: Verschon mein Haus, zünd andere an.
Dies ist keine verantwortungsvolle Politik wie wir sie für unser Land brauchen, so die SPD-Abgeordnete. Gleichzeitig habe die CSU erneut bewiesen, dass man ihr nicht glauben könne. Um Wähler zu bekommen, wettere man gegen Gentechnik, im konkreten Handeln werde die Technik aber massiv gestützt.