„Der bayerische Arbeitsmarkt erweist sich trotz Wirtschaftskrise als relativ stabil“, kommentiert die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der bayerischen SPD-Landesgruppe, Anette Kramme, die heute von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise seien insgesamt moderat ausgefallen.
„In anderen europäischen Ländern gab es einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit – in Deutschland nicht. Das zeigt: Die Kurzarbeit als Mittel gegen die Krise ist erfolgreich. Durch die massiven Verbesserungen bei der Kurzarbeit konnten wir in den vergangenen Monaten hunderttausende Arbeitsplätze retten“, sagt Anette Kramme.
Sorge bereite allerdings der Ausbildungsstellenmarkt. „Es zeichnet sich ab, dass aufgrund der Krise in diesem Jahr mehr Jugendliche keine Ausbildungsstelle finden werden“, so Kramme. Sie begrüßt daher den Vorschlag von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, eine Beschäftigungsbrücke über die Krise hinweg zu schlagen. Dazu soll die Förderung der Altersteilzeit durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) um fünf Jahre verlängert werden, wenn im Gegenzug jungen Leuten eine Chance auf Ausbildung oder Übernahme gegeben wird. CDU und CSU verweigern sich diesem Vorschlag.
„Angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Situation und der erkennbaren Erfolge unserer aktiven Arbeitsmarktpolitik sollte die Union ihre reflexhafte Ablehnung überdenken. In Krisenzeiten hilft eine starre „Ja-oder-nein-Politik“ nicht weiter“, so Anette Kramme.