Zu den Vorschlägen der Bahn, die Preise zu erhöhen und einen Bedienzuschlag einzuführen, erklärt die Verkehrsexpertin der Bayerischen SPD-Landesgruppe, Heidi Wright:
„Mobilität hat ihren Preis. Die Kalkulation der Bahnpreise - und damit auch die aktuell angekündigte Preiserhöhung - ist sicherlich nach wirtschaftlichen Aspekten der Bahn zu gestalten. Hier muss jedoch abgewogen werden, ob man ab einem bestimmten Preisniveau nicht Kunden verliert.
Die vielfältigen Sondertarife der Bahn sind eine schöne Sache - jedoch nicht für jeden. Denn sie sind nicht leicht zu durchschauen. Noch komplizierter und zeitraubender ist jedoch das Bedienen der Fahrkartenautomaten, das insbesondere älteren Menschen und gelegentlichen Bahnfahrern kaum zuzumuten ist. Darüber hinaus sind die Automaten oft nicht bedienbereit und verursachen den Bahnkunden erheblichen Stress.
Deshalb ist die Erhebung eines Bedienzuschlages in Höhe von 2,50 Euro eine absolute Unverschämtheit und verdient die „Saure Gurke“ der Verbraucherunfreundlichkeit.“