Fall Schaeffler: Keine staatlichen Hilfen bei Arbeitsplatzvernichtung

Foto Renate Schmidt

Mittwoch, 13. Mai 2009

Zu dem geplanten Stellenabbau bei Schaeffler erklären die SPD-Bundestagsabgeordneten Frank Hofmann, Astrid Klug, Dr. Susanne Kastner, Walter Kolbow, Florian Pronold und Renate Schmidt:

„Wir alle haben uns überzeugt und guten Glaubens für Schaeffler eingesetzt in der Annahme, dass es die Firmenleitung ernst meint und Standorte und Arbeitsplätze erhalten und betriebsbedingte Kündigungen vermeiden will. Durch die jüngsten Entwicklungen und Informationen müssen wir uns eines Schlechteren belehren lassen. Wir fühlen unser Vertrauen missbraucht, sind enttäuscht und besorgt über die absehbaren Auswirkungen auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die für „ihr“ Unternehmen demonstriert haben. Dieser Einsatz soll jetzt von der Unternehmensleitung mit Entlassungen belohnt werden.

Wir werden kein Konzept akzeptieren, das tausendfache betriebsbedingte Kündigungen vorsieht und dafür auch noch staatliche Hilfen in Anspruch nehmen will. Ein solches Konzept wird von uns abgelehnt.

Wir fordern die Familie Schaeffler, die Unternehmensleitung und die Banken auf, gemeinsam mit den Gewerkschaften endlich ein tragfähiges Konzept ohne betriebsbedingte Kündigungen und ohne Standortschließungen vorzulegen. Ein solches Konzept unterstützen wir, nicht aber eines der Arbeitsplatzvernichtung.“

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