Der aktuelle OECD-Report zeigt, dass Deutschland weltweit an zweiter Stelle steht, wenn es die Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit geht. Dazu erklärt die bayerische SPD-Bundestagsabgeordnete und Expertin für Entwicklungspolitik, Dr. Bärbel Kofler:
„Deutschland ist weltweit der zweitgrößte Geber in der Entwicklungszusammenarbeit. Das ergibt der heute veröffentlichte OECD-Report für 2007. Mit einem Anteil von 0,37 Prozent am Bruttonationaleinkommen liegen wir noch vor Frankreich, Großbritannien und Japan.
Der Report zeigt, dass sich Deutschland seiner internationalen Verantwortung stellt. Wir haben uns verpflichtet, bis zum Jahr 2010 den Anteil auf 0,51 Prozent und bis 2015 auf 0,7 Prozent zu steigern. Deutlich wird aber auch, dass andere Geber aufholen müssen. Denn wenn die internationalen Leistungen stagnieren, werden die Millenniumsentwicklungsziele nicht erreicht werden können.
Für Deutschland heißt das: Wir müssen an den in Heiligendamm gemachten Verpflichtungen festhalten und neben der Steigerung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit im Bundeshaushalt auch weiter am Schuldenerlass arbeiten sowie innovative Finanzierungsinstrumente fördern.
Deutschlands internationale Verantwortung endet nicht nach unserer G8-Präsidentschaft. Wir müssen zeigen, dass wir international gegebene Versprechen einhalten, und dass die Halbierung der weltweiten Armut bis 2015 kein Lippenbekenntnis ist.“