„Die CSU bläst mal wieder zum Kampf gegen Brüssel. Dabei ist der Kampfbegriff der „Sozialisierung“ beim Thema Europäische Energiesicherheit völlig fehl am Platz!
Zunächst einmal ist es richtig, dass jedes Land für seine Energiesicherheit selbst Vorsorge treffen muss. Die Gaskrise hat aber auch gezeigt: Wir tun gut daran, die technischen und organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen, kurzfristig unterversorgte Regionen mit Erdgas zu versorgen.
Die Gaslieferung innerhalb Europas geschieht auch in solchen Fällen auf privatwirtschaftlicher Basis. Deutschland hat geologisch gute Möglichkeiten, Erdgas in größeren Mengen zu lagern. Die Energieversorger haben auf privatwirtschaftlicher Basis für ausreichend große Lagerkapazitäten gesorgt. Und zwar aus eigenem Interesse, weil sie das Gas dann teurer verkaufen wollen, wenn es in größerer Menge gebraucht wird.
Dass Frau Müller jetzt daraus eine „nationale Frage“ macht, zeigt, dass die CSU weder in Europa noch im 21. Jahrhundert angekommen ist. Denn nicht die Abgrenzung sorgt heutzutage für mehr Sicherheit, sondern die Annäherung an unsere Partner in Europa!“