Besserer Zugang zu Aids-Medikamenten

Foto Bärbel Kofler

Montag, 1. Dezember 2008

Anlässlich des Welt-Aids-Tages am heutigen 1. Dezember erklärt die entwicklungspolitische Sprecherin der Bayerischen SPD-Landesgruppe, Dr. Bärbel Kofler:

„Seit bald 30 Jahren verbreitet sich auf der Welt eine Krankheit, deren Name inzwischen zu einem Synonym für unendliches menschliches Leid wurde: Aids. Inzwischen tragen schätzungsweise 33 Millionen Menschen das HI-Virus in sich, das diese Immunschwäche auslöst. Die meisten Betroffenen leben in Entwicklungsländern, besonders viele im Afrika südlich der Sahara. In einzelnen Ländern dort sind mehr als ein Fünftel der Erwachsenen infiziert. Viele Menschen dort haben keine Möglichkeit, sich gegen diese Krankheit zu schützen. Der Kampf gegen Aids ist daher eine der größten Herausforderungen für die Entwicklungspolitik.

Dank der Mobilisierung der internationalen Gemeinschaft und der Arbeit, die von Hilfsorganisationen wie „Medico International“ oder „Ärzte ohne Grenzen“ geleistet wird, erhalten drei Millionen HIV-positive Menschen einen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten. Dies ist auch dem erhöhten Engagement Deutschlands für einen besseren Zugang zu Aids-Medikamenten zu verdanken. Allein 2008 stellte Deutschland dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria rund 200 Millionen Euro zur Verfügung. Medikamente müssen aber auch den Menschen zugänglich sein, die sich keine Arzneimittel leisten können.

Neue Konzepte wie die „Product Development Partnerships“ ermöglichen die Versorgung mit Arzneimitteln, die zum Teil öffentlich finanziert werden und nicht unter dem bisherigen Patentsystem stehen. Wir müssen den ärmeren Ländern helfen, damit sich auch vor Ort eine lokale Medikamentenproduktion entwickelt. Und wir müssen in Aufklärung und Prävention investieren, damit sich die Menschen in den Entwicklungsländern gegen die Krankheit schützen können.“

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