Anlässlich der in Wildbad-Kreuth vom CSU-Parteivorstand gefassten Beschlüsse zur Gesundheitspolitik erklären die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Carola Reimann und der Vorsitzende der bayerischen SPD-Landesgruppe, Florian Pronold:
In der CSU hat es zwar etwas länger gedauert. Aber es ist allemal besser, spät zur Einsicht zu gelangen als nie. Immerhin hat die CSU jetzt mit den Beschlüssen ihres Parteivorstandes die alte Forderung der SPD aufgegriffen, dass die Hausärzte ein eigenständiges Verhandlungsmandat für ihre eigenen Belange erhalten sollten.
Bereits im Vorfeld der letzten Gesundheitsreform hatte die SPD diese Position in die Verhandlungen mit der Union eingebracht, konnte sich aber an diesem Punkt nicht gegen den erbitterten Widerstand der Unionsfraktion im Bundestag durchsetzen. Um so erfreulicher ist es, wenn jetzt endlich – offenbar getrieben durch die Proteste der bayerischen Hausärzte – die CSU sich die alte SPD-Forderung zu eigen macht und für ein eigenständiges Verhandlungsmandat der Hausärzte eintritt. Wir hoffen sehr, dass die CSU ihren Koalitionspartner CDU in Kürze überzeugen kann.
Auf die Unterstützung der SPD kann die CSU zählen.