8. März: SPD kämpft für Gleichstellung von Frauen

Foto Angelika Graf

Freitag, 6. März 2009

„Von einer wirklichen Gleichberechtigung der Frauen in Bayern sind wir in Wirtschaft und Politik weit entfernt. Trotz guter Ausbildung verdienen Frauen fast 23 Prozent weniger als Männer. Nur 24 Prozent aller Führungskräfte in Bayern sind weiblich“, sagt die frauenpolitische Sprecherin der Bayerischen SPD-Landesgruppe, Angelika Graf, mit Blick auf den Internationalen Frauentag am 8. März. Der Sozialbericht der Staatsregierung habe zudem offengelegt, dass Alleinerziehende und ältere Frauen zu den Verliererinnen gehören. So haben ältere Frauen in Bayern mit 17,4 Prozent ein höheres Armutsrisiko als in anderen Bundesländern (Armutsrisiko für Frauen ab 65 Jahren in Westdeutschland: 14,6 Prozent).

„Wir müssen mehr tun für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, damit Frauen bessere Chancen bekommen. Dies ist gleichzeitig ein Beitrag gegen Altersarmut bei Frauen“, fordert Graf. Hierzu müsse der von der SPD auf Bundesebene gestartete Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen und Ganztagsschulen vorangebracht und das von der SPD durchgesetzte Elterngeld weiterentwickelt werden. Eine wichtige Etappe werde der von der SPD gegen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen durchgesetzte Rechtsanspruch auf Frühförderung ab 2013 sein.

Angelika Graf: „Frauen müssen im Berufsleben und bei der Verteilung von Führungspositionen gleichgestellt werden.“ Die SPD-Bundestagsfraktion habe zum Beispiel vorgeschlagen, eine gesetzliche Quote für die Besetzung von Aufsichtsratsposten und weitere gesetzliche Maßnahmen zur Gleichstellung der Frauen in der Wirtschaft einzuführen. Das Steuersystem solle auf seine Geschlechtergerechtigkeit hin überprüft, Diskriminierungs-Checks für Tarifverträge eingeführt und das von der SPD in der Großen Koalition durchgesetzte Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz weiterentwickelt werden.

Frauen müssen ausreichend in der Politik vertreten sein. „Die SPD geht dabei voran: So hat die Bayerische SPD-Landesgruppe im Bundestag einen Frauenanteil von 50 Prozent“, betont die SPD-Bundestagsabgeordnete. Der ohnehin beschämende Frauenanteil in der CSU-Landesgruppe im Bundestag von unter 20 Prozent werde nach der Bundestagswahl weiter sinken. Wenn Horst Seehofer sage, dass er die CSU weiblicher machen will, dann bedeute dies: Lediglich neu geschaffene Alibi-Führungspositionen wie der Posten der „stellvertretenden Generalsekretärin“ würden Frauen in der CSU zugetraut. „Frauen, die sich politisch engagieren wollen, sollten lieber zu einer Partei gehen, die seit vielen Jahrzehnten für Gleichberechtigung kämpft“, betont Graf und lädt die Frauen in Bayern herzlich dazu ein, sich in die Politik und in die bayerische SPD einzubringen.

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