Seehofer riskiert höhere Strompreise für Bayern

02. Oktober 2014 | Energiepolitik

CSU-Vorsitzender Seehofer stellte sich gegen die Stromtrassen in Bayern und fällt damit seiner eigenen Wirschaftsministerin Aigner in den Rücken. Seehofer machte heute laut Bayerischem Rundfunk, Tagesschau und Süddeutscher Zeitung deutlich, dass er den Netzausbau in Bayern nicht mehr für notwendig hält. Stattdessen fordert er den Bau neuer Gaskraftwerke.

„Seehofers Kehrtwende ist ein energiepolitischer Albtraum. Der unzuverlässige CSU-Chef macht Strom teurer und riskiert Stromausfälle in Bayern. Die Erzeugung einer Megawattstunde in einem Gaskraftwerk kostet derzeit insgesamt etwa zwischen 70 und 100 Euro. Der durchschnittliche Strompreis an der Börse beträgt um die 40 Euro. Dass Seehofers fixe Idee die Stromrechnung deutlich teurer macht, ist für jeden Laien offensichtlich. “ so Florian Post.

Der Vorstoß des CSU-Chefs dürfte auch seine eigene Wirtschaftsministerin Ilse Aigner schwer getroffen haben. Noch vor drei Monaten ließ sich Aigner zur Süd-Ost Trasse mit den Worten zitieren: „An der Notwendigkeit der Trasse besteht kein Zwei-fel mehr“, es gehe nur noch um den genauen Trassenverlauf. Die Erdgasversorgung betreffend schrieb sie Bundeswirtschaftsminister Gabriel vor nicht einmal zwei Wochen, dass "unsere Erdgasversorgung derzeit nicht ausreichend sichergestellt ist" und dass „die Gefahr, dass Erdgaslieferungen zu politischen Zwecken genutzt werden, groß ist.“

Die teure, unzuverlässige und uneinige Energiepolitik der CSU wird mehr und mehr zur Lachnummer und zum Bremsklotz der Energiewende.

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