Martin Burkert: Zweite Chance für Promillesünder und mehr Sicherheit mit „Alkohol-Interlocks“

14. November 2014 | Verkehrspolitik

Martin Burkert, Vorsitzender der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, spricht sich für die Einführung von sogenannten „Alkohol-Interlocks“ aus. Alkohol-Interlocks sind elektronische Messgeräte, die den Start eines Fahrzeugs blockieren, sobald sie in der Atemluft der Fahrerin oder des Fahrers Alkohol feststellen. Die Geräte werden darum auch als „atemalkoholgesteuerte Wegfahrsperren“ bezeichnet.

2013 wurden bei Alkoholunfällen mehr als 17.000 Menschen verletzt und 336 Verkehrsteilnehmer getötet. Hier müssen wir politisch dringend aktiv werden. Aus diesem Grund habe ich mich als Schirmherr für die Veranstaltung Alkohol-Interlocks des Deutschen Verkehrssicherheitsrates zur Verfügung gestellt. Mit den Alkohol-Interlocks sollen alkoholisierte Personen davon gehindert werden, mit ihrem Auto loszufahren. In Ländern wie den USA, Schweden, Frankreich und Finnland wurden bereits gute Erfahrungen mit dem Einsatz der Geräte gemacht. In Polen steht die Einführung kurz bevor.

Ich plädiere dafür, in einem ersten Schritt Alkohol-Interlocks auf freiwilliger Basis einzuführen als Bewährungsauflage für Promillesünder zwischen 1,1 und 1,6 Promille. Damit könnten zum Beispiel Berufskraftfahrer oder Pendler, die auf ihre Fahrerlaubnis besonders angewiesen sind, ihren Beruf weiter ausüben, ohne dass sie durch alkoholisiertes Fahren erneut den Verkehr gefährden. Es ist aber auch denkbar, dass Gerichte den Promillesündern den Einbau von Alkohol-Interlocks verpflichtend vorschreiben.

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