Martin Burkert: Unfair im Busverkehr

08. Juni 2013 | Verkehrspolitik

In der ARD Verbrauchersendung „PlusMinus“ wurde ein Skandal aufgedeckt. In diesem Beitrag geht es um die geringe Bezahlung von Busfahrern in Tschechien. Beschäftigt sind diese bei einem Subunternehmen der Deutschen Bahn (DB AG). Die soll einige Strecken im grenzüberschreitenden Busverkehr ausgelagert haben, damit sie tarifliche Löhne nicht zahlen muss. Der Vorwurf des Lohndumpings steht im Raum. Der SPD-Verkehrspolitiker Martin Burkert reagiert besorgt zu dem Sachverhalt:

„Täglich von Tschechien nach Passau und zurück - die in PlusMinus beschriebenen 42 Euro für 14 Stunden Arbeit am Tag sind unhaltbar. Das muss auch der DB AG klar sein. Tarifliche und sozialen Standards müssen in der EU endlich in den Mittelpunkt gerückt werden. Klar ist: Wettbewerb darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Auch wird hier mit der Sicherheit im Straßenverkehr fahrlässig umgegangen.“

Nach der Liberalisierung des Busfernverkehrs boomt die Branche. Jedoch wurden auch dort von der schwarz-gelben Regierung keine Lohn- und Sozialstandards im Gesetz festgeschrieben. Dazu der Berichterstatter im Bereich Fernbus, Martin Burkert:

„Jetzt haben wir bereits den Salat im grenzüberschreitenden Verkehr. Das ist ein enormes Problem und wird sich auf die Fernbusse ausweiten. Es kann nicht in unserem im Interesse sein, dass ein Busfahrer für 280 Stunden im Monat arbeitet ist und dafür 800 Euro erhält.

Wir haben den Fernbus im Blick. Unter einer SPD-geführten Bundesregierung werden Lohn- und Sozialstandards festgeschrieben.“

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